Ratgeber Vorsorge

Patientenverfügung oder Vorsorgevollmacht? Was ist der Unterschied?

Der Unterschied zwischen diesen beiden Dokumenten kann wie folgt zusammengefasst werden:

Eine Patientenverfügung regelt:

  • im Voraus alle einen selbst betreffende, medizinische Angelegenheiten
  • gesundheitliche Fragen für den Fall, dass man selbst nicht mehr in der Lage ist, den eigenen Willen zu kommunizieren
  • z.B. welche Behandlungen und Therapien gewünscht sind, welche grundsätzlich abgelehnt werden
  • ob und in welchen Fällen sogenannte lebensverlängernde Maßnahmen ergriffen werden sollen

 

Eine Vorsorgevollmacht regelt :

  • Vermögensrechtliche Belange, z.B. hinsichtlich Vermögensgegenständen, Grundstücken, Bankkonten, Kommunikation mit Behörden und das Eingehen von Verbindlichkeiten
  • Persönliche Belange, z.B. Gesundheitsangelegenheiten (Einwilligung in Operationen), freiheitseinschränkende Maßnahmen, Unterbringung in Pflegeeinrichtungen
  • für den Fall, dass die eigene Handlungs- und Entscheidungsfähigkeit nicht gegeben ist. Die Vorsorgevollmacht hält dabei schriftlich fest, ob dem Bevollmächtigten das Vertrauen pauschal ausgesprochen wird, oder er sich bei seinen Entscheidungen an bestimmte Vorgaben aus der Vorsorgevollmacht halten muss.

Patientenverfügung oder Vorsorgevollmacht – was ist notwendig?

Beides! Es ist ratsam, eine Kombination aus beiden Formularen zu hinterlegen, da sie auf einander aufbauen. Die Patientenverfügung sollte einen Hinweis auf die bestehende Vorsorgevollmacht enthalten und umgekehrt, damit alle Vorkehrungen getroffen sind, sollte es zur eigenen Unfähigkeit kommen, Entscheidungen zu treffen.

10 Fragen zur Patientenverfügung

Kann die Patientenverfügung handschriftlich verfasst werden?

Ja, das ist kein Problem. Sie sollte jedoch wichtige Angaben, wie Name, Datum und natürlich die Unterschrift enthalten. Eine notarielle Beglaubigung ist hingegen nicht notwendig. Im Grunde reicht sogar die mündliche Willensäußerung des Patienten, doch dies empfiehlt nicht, wegen der problematischen Beweisbarkeit.

„Nicht an Schläuchen hängen...“ Was genau gehört alles in eine Patientenverfügung?

Neben den persönlichen Daten vor allem Angaben über die medizinische Behandlung im Falle von Krankheiten oder nach Unfällen etc. Dabei wird unterschieden, ob die Patientenverfügung erst verfasst wird, nachdem man an einer bestimmten Krankheit erkrankt ist, oder bei völliger Gesundheit. Denn wenn eine bestehende Krankheit bekannt ist, können ganz spezifische Anweisungen hinsichtlich der Behandlung mit spezielle Medikamenten gegeben werden. Ist man beim Verfassen der Patientenverfügung bei bester Gesundheit, so können nur grundsätzilche Behandlungsregelungen erfasst werden, die spezifisch für einzelne Methoden festegelget werden, z.B hinsichtlich Bluttransfusionen, Implantationen von Spenderorganen oder Anwendungen neuer ungetesteter Medikamente. Ein weitere wichtiger bestandteil ist die Bestimmung über lebenserhaltende Maßnahmen im Falle eines bestimmten Gesundheitszustandes. Ist die Verweigerung von lebenserhaltenden Maßnahmen als ausdrücklicher und eigeneständiger Wille des Patienten verfasst, darf sich ein Arzt im Allgemeinen nicht darüber hinweg setzen.

Wer ist mein Ansprechpartner bei der Erstellung einer Patientenverfügung?

Da in einer Patientenverfügung viele medizinische Details zu klären sind, ist der Hausarzt ein wichtiger Ansprechpartner, um passende Inhalte und Formulierungen zu erstellen. Der Arzt kann überhaup erst aufzeigen, welche medizinischen Entscheidungssituationen eintreffen könnten.

Wo ist die Patientenverfügung aufzubewahren?

Da es nicht möglich ist, die Patientenverfügung immer mit sich zu führen, ist es sinnvoll, zumindest einen Hinweis auf Existenz und Verbleib bei sich (z.B. im Portemonnaie) zu tragen. Das es immer gut ist, eine Patientenverfügung auch an eine Vorsorgevollmacht zu koppeln, sollte auch der Bevollmächtigte darüber informiert sein, wo er die Patientenverfügung finden kann. In medizinischen Ausnahmefällen, können Ärzte unter Zeitdruck auch ohne Vollmacht handeln und müssen sich dabei am mutmaßlichen Willen des Patienten orientieren.

Werde ich denn nicht automatisch von meinen Familienangehörigen vertreten?

Ganz klar: nein! Vertretungsberächtig sind nur Eltern gegenüber ihren minderjährigen Kindern und konktret Bevollmächtigte Personen. Eine Familienangehörigkeit oder auch eine ehe reichen nicht aus, um für den anderen zu entscheiden! Es würde erst ein Betreuungsgreichtbestellt werden, welches den gerichtlichen Betreuer bestellt. Daher ist es immer sinnvoll, die gewünschte Person in einer kombinierten Vollmacht ausdrücklich zu benennen.

„Zu Hause sterben“ - Können auch nicht medizinische Details festgehalten werden?

Eine Patientenverfügung kann neben den Angaben zu den spezifischen medizinsichen Behandlungen auch Wünsche über den Ort der letzen Lebenszeit bestimmen und z.B. festhalten, dass man zu Hause in gewohnter Umgebung sterben möchte.

„Ohne Patientenverfügung geht es auch!“ - Wirklich?

Es gibt sehr viele Menschen, die dieser Tage noch keine Patientenverfügung hinterlegt haben. Wenn dies der Fall ist, und der Patient nicht mehr selbst seine Wünsche hinsichltich seiner medizinischen Bhandlung mitteilen kann, dann wird, soweit auch keine Vorsorgevollmacht vorhanden ist, ein gerichtlich bestellter Betreuer dafür eingesetzt, die Uinteressen des Patienrten zu vertreten. Wenn dieser Betreuuer kein direkter Angehöriger ist, kann es mitunter schwer sein, die Interessen des Patienten zu kennen und abzuwägen. Es muss versucht werden, den mutmaßlichen Willen des Patienten zu ermitteln, z.B. aus mündlichen Äußerungen oder früheren Schriftstücken. Dabei ist zu bedenken, dass es mitunter sehr schwer sein kann, im Namen des Pateienten auf lebenserhaltene Maßnahmen zu verzichten, wenn er keine Patientenverfügung erstellt hat, selbst wenn Ehepartern oder Kinder dies als seinen Wunsch kommunizieren. Eine Patientenverfügung ist jedoch nicht verpflichtend und es darf z.B. auch die Aufnahme in ein Pflegeheim nicht zu einer solchen verpflichten.

Kann eine Patientenverfügung ungültig sein?

Wichtig ist, dass die Patientenverfügung von einer einwilligungs-, also entscheidungsfähigen Person verfasst wird – sie gilt dann bis zu deren Lebensende. Natürlich kann sie zwischendurch geprüft, geänert oder sogar widerrufen werden. Es ist sogar empfohlen, sie regelmäßig auf Aktualität zu überprüfen, sowohl hinsichtlich der eigenen Präferenzen, als auch des medizinsichen Vortschritts.

Sterbehilfe? Was darf in einer Patientenverfügung nicht vorgeschrieben sein?

Der eigene freie Wille endet dort, wo andere sich strafbar machen würden, wenn sie ihn erfüllen. Daher ist es nicht möglich, irgendeine Form von aktiver Sterbehilfe oder eine Tötung auf Verlangen in der Patientenverfügung festzulegen oder gar zu fordern.

10 Fragen zur Vorsorgevollmacht

Ehepartner und Kinder können das doch regeln! - Stimmt das?

Es scheint zwar so, als wären die Familienangehörige automatisch dazu befugt, zu entscheiden,doch ähnlich wie bei der Patientenverfügung sind sie rechtlich nicht automatisch ein Vertretungsberächtigter. Daher empfhielt es sich unbedingt, die gewünschte Person in der Vorsorgevollmacht zu benennen, damit im schlimmsten Fall ein gerichtlich bestellter Betreuer vermieden werden kann. Einzig für minderjährige Kinder ind Eltern automatsich die Vertretungsberechtigten.

Können alle meine Kinder gleichzeitig bevollmächtigt werden?

Als Bewollmächtigter können etweder alle Kinder gemeinsam, oer auch nur ein Kind eingesetzt werden. Sind alle Kinder gemeinsam bevollmächtigt, dann müssen sie sich auch eingien, was mitunter zu verzögerungen und Intressenskonflikten führen kann. Daher ist es ratsam, im Vornherein mit allen Kindern eine passende Lösung zu finden. Zwar ist es auch möglich, im Ausland lebende Kinder einzusetzen, jedoch sollte diese im Ernstfall zeitnah erreichbar und handlungsfähig sein. Ist der Bevollmächtige verhinder oder sollte selbst versterben, dann wird ggf. ein gesetzlicher Betreuer berufen, daher kann es sinnvoll sein, mehr als nur eine Person zu bevollmächtigen.

Muss eine Vorsorgevollmacht notariell beglaubigt werden?

Nein, das ist nicht notwendig. Es empfiehlt sich jedoch aus Beweisgründen und vor allem dann, wenn vom Bevollmächtigten auch Entscheidungen hinsichtlich Immoblienverkäufen oder Gesellschafteranteilen treffen muss. Der Bevollmächtigte sollte jedoch immer eine Originalversion mit Unterschrift inne haben, keine bloße Kopie. Damit die Vollmacht auch auffindbar ist, wenn sie benötigt wird, gibt es die Möglichkeit, sie beim Zentralen Vorsorgeregister (ZVR) registrieren zu lassen.

Gibt es inhaltliche Grenzen für die Vorsorgevollmacht?

Es kann selbst entschieden werden, welche Detail-Vorgaben dem Bevollmächtigten gemacht werden sollen, oder ob pauschal das Vertrauen ausgesprochen wird, für alle Belange eigenständig zu entschieden. Nur für im höchsten Maße persönliche entscheidungen kann kein Bevollmächtigeter eingesetzte werden, dies betrifft z.b. eine eheschließung. Hinsichtlich des Testamentes gibt es ebenfalls Grenzen, so kann sich der Bevollmächtigte z.B. nicht selbständig als Begünstigter einsetzen oder andere „in-sich-Geschäfte“ im Rahmen der Vollmacht tätigen. Das Testament sollte immer vollständig losgelöst von der Vorsorgevollmacht aufgesetzt werden.

Was passiert, wenn wir als Kinder mit dem eingesetzten Vormund unseres Vaters/ unserer Mutter nicht einverstanden sind?

Der Vater hat seine neue Lebensgefährtig als Bevollmächtigte eingesetzt anstatt der eigenen Kinder? Da gibt es leider nicht viel, was man tun kann, denn jeder darf komplett selbst über die zu bevollmächtigte Person und sein vertrauen zu ihr entscheiden. Ein klärendes Gespräch kann ggf. helfen, Zweifel und Einwände zu zertreuen.

Wir lässt sich das Risiko von Vollmachtsmissbrauch eingrenzen?

Obwohl ein absolutes Vertrauensverhältnis die Grundlage für die Benennung des Vorsorgebevollmächtigten ist, kann es dennoch zu Missbrauch in der Form kommen, das der Bevollmächtigte nicht im Isinne des Vollmachtgebers handelt. Dies ist dadurch vorzubeigen, dass mehr als nur ein Berechtiger eingesetzt werden. Außerdem sollte die Vollmacht erst im Bedarfsfall übertragen werden – dies kann an eine gesundheitliche Bedingung geknüpft werden,deren eintritt vom Arzt betsätigt werden muss. Es kann u.U. Auch sinnvoll sein, einen Kontrollbetreuer zu bestimmen.

Können Personen explizit von der Vollmacht ausgeschlossen werden?

Das eine Vorsorgevollmacht eine freie Willenserklärung ist, kann sie frei gestaltet werden und damit auch explizit Personen bennen, die für eine Vorsorgebevollmächtigung nicht in Frage kommen. Dies ist dann der fall, wenn es sich ausdrücklich um kein Vertrauensverhältnis zwischen den zwei Personen handelt. Denn das vertrauen in die Fähigkeit des Bevollmächtigten, sich bedingungslos für die Interessen des Vollmachtgebres einzusetzen, ist für die Erteilung unabsingbar. Wenn Personen explizit ausgeschlossen sind, würde sich auch das Betreuungsgericht daran orientiern, solle die Vorsorgevollmacht aus irgendeinem Grund unwirksam sein oder werden.

Muss ein Bevollmächtigter die Vollmacht annehmen?

Nein, dazu besteht keine Verpflichtung. Die Vollmachterteilung ist rechlich gesehen ein Auftrag, zu dem der Auftragnehmer auch bereit sein muss. Daher ist es wichtig, vor der Erteilung der Vollmacht mit dem Bevollmächtigten zu sprechen und sein Einverständnis einzuholen.

Wie lange ist die Vorsorgevollmacht gültig?

Sie ist solange gültig, bis sie widerr wird. Dies kann formlos und ohne angabe von Gründen erfolgen. Außerdem ist ein Kontrollbetreuer berechtigt, die Vollmacht zu widerrufen, wenn der Bevollmächtigte nicht im Sinne des Vollmatgebers handelt. Sollte der bevollmächtigte ebenfalls einen Bevollmächtigten bekommen, wird die erteilte Vollmacht ungültig, ebenso wie im Fall des Ablebens des Bevollmächtigten, daher ist es gut, einen Ersatzbevollmächtigten zu benennen. Ein wichtiger Punkt ist zudem, dass der Bevollmächtigte die Vollmacht als Originaldokument mit Unterschrift vorlegen kann, eine Kopie gilt als ungültig.

Hinweis: Die Erstelleung der hier genannten Unterlagen sind mitunter sehr wichtig und sollten daher unter Zuhilfenahme rechtlicher Beratung erfolgen. Besonders die unterschiedlichen Inhalte der verschiedenen Verfügungen und die konkrete Abgrenzung zu Testaments- und Erbangelegenheiten kann durch einen Fachmann verdeutlicht und sichergestellt werden. Hier können nur Tipps und Hinweise gegeben werden – obwohl wir gewissenhaft rechercheiren, übernehmen wir keine Gewährleitung für die Inhalte und verweisen ausdrücklich darauf, bei Zweifeln einen Anwalt aufzusuchen.

 

Bestattungsvorsorge

Was kann und sollte man hier bereits im Vorfeld regeln?

  • Es ist sicher nicht der schönste Gedanke und oft bereitet es Unbehagen, sich mit dem eigenen Ableben auseinander zu setzen, dabei kann es eine große Hilfe für die Angehörigen darstellen, seine Wünsche für die Bestattung bereits zu Lebzeiten festzuhalten. In Zeiten der Trauer entfällt damit für Sie die Last, den mutmaßlichen letzten Willen des Verstorbenen zu rekonstruieren, um die richtigen Entscheidungen zu treffen. Natürlich kann es auch für einen selbst ein beruhigendes Gefühl sein zu wissen, dass alle Vorkehrungen bereits im eigenen Sinne getroffen wurden. Besonders wenn eine Pflegebedürftigkeit eintritt empfiehlt es sich, den Rahmen für die Bestattungsvorsorge festzulegen, solange eine eigenständige Willensäußerung noch möglich ist.
  • Eine Bestattungsvorsorge kann einen unterschiedlich großen Umfang haben und vom Auswahl der letzten Ruhestätte und des Grabmahls bis hin zur Organisation der dauerhaften Grabpflege vielfältige Vorkehrungen umfassen. Es bedeutet jedoch nicht, dass direkt finanzielle Vorleistungen an den Bestatter getätigt werden müssen. Im Vordergrund stehen vor allem die individuellen Wünsche im Rahmen der finanziellen Leistungsfähigkeit festzuhalten und die Bestattung zu planen.
  • Dabei ist die Wahl des Bestatters natürlich jedem selbst überlassen, viele bieten umfassende entsprechende Leistungen hinsichtlich der Bestattungsvorsorge an.
  • Ein wichtiger Punkt hierbei ist die Frage der Absicherung der Beerdigungskosten gegen den Zugriff des Sozialamts für eventuelle Pflegekosten. Um zu verhindern, dass für die eigene Beerdigung gesparte Beträge für andere Aufwendungen genutzt werden, muss eine angemessene Bestattungsvorsorge abgeschlossen werden. Dazu empfehlen sich folgende Schritte:
  • Die für die dereinstige Bestattung festgelegten Leistungen einschließlich der erwarteten, ortsüblichen Kosten muss beim Bestatter ermittelt und vertraglich festgehalten werden.

Die Bezahlung der Bestattung wird duch die treuhanderische Hinterlegung des Geldes abgesichert. Hier stehen verschiedene Anbieter zur Auswahl:

  • Deutsche Bestattungsvorsorge Treuhand AG
  • Kuratorium Deutsche Bestattungskultur (mit Abschluss einer Sterbegeldversicherung)
  • Vorsorgesparbuch (wird im Sterbefall an den zuständigen Bestatter abgetreten)

Mit den genannten Maßnahmen besteht also die Möglichkeit, die Kosten für die eigene Beerdigung abzusichern und individuelle Vorstellungen einzubringen. Sicher ist es für viele eine unbehagliche Vorstellung und manche lehnen es voll und ganz ab, sich Gedanken über diese Thema zu machen. Dennoch kann es für die Familie eine große Erleichterung sein, wenn ein Vorsorgevertrag vorliegt und sie sich auf bereits getroffene Entscheidungen verlassen können. Zumindest eine Überlegung ist es also wert.

Bestattungsverfügung

Wenn nicht gleich ein kompletter Vorsorgevertrag mit finanzieller Absicherung der Beerdigung gewünscht ist, dann besteht zumindest die Möglichkeit einer Bestattungsverfügügung. Hier gibt es unterschieldiche Formen, sie kann mündlich erfolgen oder auch schriftlich, als Notiz oder Vollmacht. Nat¨¨rlich ist die korrekte Überlieferung vor allem bei einer schriftlichen Darlegung gewährleistet. Wer hier auf Nummer sicher gehen möchte, der sollte die Bestattungsverfügung bei einem Notar hinterlegen. Auch wenn dies nicht der Fall ist, sollte das Dokument den Verfasser klar erkennen lassen und handschriftlich unterschrieben sein. Es kann auch bei einer Vertrauensperson hinterlegt werden, die sich später um die Bestattungsmodalitäten kümmern wird.

Eine Bestattungsverfügung ist als juristische Willenserklärung zu verstehen, die z.B. folgende Inhalte haben kann:

  • Art der Bestattung
  • Details zu Grabmahl, Blumen etc.
  • Musik, die auf der Trauerfeier gespielt werden soll
  • Personen, die die Trauerrede halten sollen

 

Hinweis: Eine Bestattungsverfügung sollte nicht in das Testament integriert werden, denn das wird normalerweise erst einige Wochen nach dem Todesfall eröffnet, was zur Folge hätte, dass es nicht rechtzeitig zur Bestattung vorliegen würde.

 

Sterbegeldversicherungen

Eine Sterbegeldversicherung ist dann sinnvoll, wenn der Wunsch besteht, seine Angehörigen vor der finanziellen Belastung durch die eigene Bestattung zu bewahren. Es geht dabei vor allem um die finanzielle Vorsorge, weniger um die vorzeitige Ausgestaltung der Bestattungsdetails. Es gibt zahlreiche Anbieter für Sterbegeldversicherungen und der vorherige Vergleich kann lohnenswert sein.