Ratgeber Todesfall

 Was ist direkt nach dem Eintreten eines Todesfalls zu beachten?

  • Den Verstorbenen verabschieden – in Ruhe und im gewohnten Umfeld
  • Engste Angehörige oder Freunde benachrichtigen
  • Hausarzt benachrichtigen (bei Sterbefällen im Heim übernimmt dies das Pflegepersonal)
  • Der Hausarzt muss den Totenschein ausstellen, welcher Todesursache und Todeszeitpunkt enthält. Dieser ist notwendig, um die Sterbeurkunde vom Standesamt zu erhalten.
  • Hatte der Verstobene eine Trauerverfügung formuliert? Dann sollte diese nun umgesetzt werden.
  • Im Falle der Körper- oder Organspende sollte die zuständige Stelle umgehend benachrichtigt werden.

Folgende Unterlagen sollten für den Bestatter zusammengestellt werden:

  • Chipkarte der Krankenkasse
  • Rentennummer
  • Sterbegeld-Versicherungsschein
  • Geburtsurkunde, Personalausweis, ggf. Heiratsurkunde, Scheidungsurteil, Sterbeurkunde des Partners und Familienstammbuch
  • Totenschein

Der Tag danach - was ist in den Tage nach einem Todesfall zu tun?

  • Wählen sie einen geeigneten Bestatter aus - ACHTUNG - hier lohnt es sich unbedingt, die Preise zu vergleichen. Dazu senden Sie eine Liste mit den gewünschten Leistungen an min. 4-5 Bestattungsunternehmen und lassen sich einen Kostenvoranschlag geben. Sie werden merken, dass es große Unterscheide gibt. Manchmal stellen Bestatter Fragen wie "Ob die leibe verstorbene Person nicht eine angemessene, hochpreisige Bestattung verdient habe?" - Lassen Sie sich dadurch nicht einschüchtern und treffen Sie Ihre eigenen Entscheidungen. Gehen Sie am besten nicht alleine zum Beratungstermin beim Bestatter. Es ist hilfreich, wenn jemand Notizen macht und so die Kosten im Blick behält
  • Versuchen sie sich darüber klar zu werden, welche Aufgaben Sie gerne selbst übrnehmen möchten und wo es sinnvoll, ist fremde Hilfe und Dienstleister in Anspruch zu nehmen.
  • Es ist die Entscheidung zu treffen, ob und wo der Verstorbene aufgebahrt werden soll (z.B. zu Hause, in einer Totenhalle oder einem Trauerzimmer)
  • Spätestens 36h nach Eintritt des Todes, sollte die Überführung des Leichnams veranlasst werden.
  • Wählen sie einen geeigneten Bestatter aus - ACHTUNG - hier lohnt es sich unbedingt, die Preise zu vergleichen. Dazu senden Sie eine Liste mit den gewünschten Leistungen an min. 4-5 Bestattungsunternehmen und lassen sich einen Kostenvoranschlag geben. Sie werden merken, dass es große Unterscheide gibt. Manchmal stellen Bestatter Fragen wie "Ob die leibe verstorbene Person nicht eine angemessene, hochpreisige Bestattung verdient habe?" - Lassen Sie sich dadurch nicht einschüchtern und treffen Sie Ihre eigenen Entscheidungen. Gehen Sie am besten nicht alleine zum Beratungstermin beim Bestatter. Es ist hilfreich, wenn jemand Notizen macht und so die Kosten im Blick behält

Vorkehrungen für die Bestattung:

Sie sollten sich darauf vorbereiten, mit dem Bestatter folgende Punkte für die Beerdigung zu besprechen:

(Am besten sie werden von einer Vertrauensperson begleitet, die sich Notizen macht und den Überblick (auch über die Kosten) behält, falls Sie sich nicht ganz sicher sind, ob sie sich voll konzentrieren können.

  • Bestattungsart
  • Sarg/ Urne
  • Totenbekleidung
  • Organisation der Trauerfeier inklusive Dekoration, Trauermusik, Verpflegung (z.B. Trauerkaffee)
  • Erinnerungsfilm und Fotos für die Trauerfeier
  • Detailabsprache für die Trauerrede – wer wird Trauerredner (Pfarrer, Angehöriger etc.)
  • Organisation der Überführung und Beisetzung
  • Aufgabe der Traueranzeige und Erstellung von Trauerkarten
  • Grabauswahl und Organisation der Grabpflege

Weitere Überlegungen sind:

  • Entscheiden Sie darüber, ob es bereits vor der Beerdigung einer Traueranzeige in der Zeitung geben soll. Es empfiehlt sich vor allem dann, wenn gewünscht ist, dass nicht nur die engsten Angehörigen an der Trauerfeier oder Beisetzung teilnehmen. Ihr Bestatter, Sowie alle üblichen Tages- oder Wochenzeitungen halten passende Vorlagen bereit und beraten sie  zum Thema Traueranzeigen.
  • Legen legen Sie einen Termin für die Trauerfeier fest - hierfür empfiehlt sich die Absprache mit der Friedhofsverwaltung, dem Bestattungsinstitut und der zuständigen kirchlichen Gemeinde
  • Besorgen Sie sich gegebenenfalls passende Trauerkleidung
  • Nehmen Sie Sonderurlaub für den Termin der Beisetzung
  • Sie können zudem persönliche Trauerkarten versenden und damit alle Angehörigen informieren. Dies können sowohl vorgefertigte, als auch in Individuell gestaltete Karten sein. Üblicherweise hat der Briefumschlag ein schwarzes Seidenfutter und ist somit sofort als Trauer-Post zu erkennen.

Was außerdem noch zu tun ist:

  • Versuchen Sie noch bevorstehende Termine im Terminkalender des Verstorbenen ausfindig zu machen (Arzt, Physiotherapie, Friseur etc. ) und sagen Sie die Termine ab.
 Bewahren Sie alle Quittungen und Rechnungen für die Beerdigung auf, ebenso alle mit dem Sterbevorgang zusammenhängende Unterlagen. 
Kündigen Sie bestehende Mitgliedschaften (Versicherung, Fitnessstudio, Zeitung-Abo, Hany-Vertrag etc.) und Stornieren Sie bereits geplante Reisen so schnell wie möglich.
  • Wenn die verstorbene Person im Internet aktiv war, gibt es dort ggf. auch Verträge und Mitgliedschaften, die noch zu kündigen sind (z.B. Online-Games, Amazon-Account, Mitgliedschaften in Netzwerken z.B. Xing, Facebook, persönlich betriebene Blogs/ Websites etc.). Dafür gibt es mittlerweile spezielle Dienste, die in der Lage sind, alle Aktivitäten aufzuspüren und gemäß der Wünsche der Nachkommen zu regeln. Fragen Sie hierzu bei Ihrem Bestatter nach einem passenden Unternehmen für die Regelung des digitalen Nachlasses.

Die Beerdigung - was ist am Tag der Beisetzung zu beachten?

Dieser Tag ist sicher einer der schwersten, denn er bedeutet eine gewisse Endgültigkeit des Abschieds. Es wird somit kein leichter tag und niemand geht gerne zu einer Beerdigung. Dennoch ist es ein wichtiges Ritual, um den Abschied fassbar zu machen und noch einmal intensiv dem Verstorbenen zu gedenken.

Damit Sie die Tag überstehen haben wir folgende Ratschläge für Sie zusammengestellt:

  • Machen Sie sich klar, was auf Sie zukommt, damit sie nicht so viel Angst vor dem Unbekannten haben: die anderen Teilnehmer werden Ihnen ihr Beileid ausdrücken, Sie aufmuntern, liebevolle Worte und Geschichten über den Verstobenen Preis geben
  • Sie werden viele Hände schütteln und vielleicht sogar neue Menschen kennen lernen, sie Sie kaum kannten, die aber dem Verstorbenen nahe standen. Wenn Ihnen das jetzt schon zu viel erscheint, dann organiseren sie lieber kein Essen anch der Beerdigung und halten alles so knapp wie möglich. Manchmal hilft es aber auch, die Trauer mit anderen zu teilen.
  • Organisieren Sie so viele Dinge Dinge wie möglich im Vorfeld, z.B. Kleidung und auch wer mit wem zum Friedhof f¨hart, bzw. lassen Sie sich hier bei der Planung helfen. Am Tag der Beerdigung soll nur das Abschiednehmen im Vordergrund stehen. Sinnvoll ist es auch, wenn neben Ihnen noch iene weitere Person mit dem Ablauf der Beerdigung betraut wird.
  • Wenn Sie aufgeregt sind, oder zu Panikattaken neigen, dann trinken Sie keinen Kaffe am Morgen der Beerdigung, sondern greifen Sie auf beruhigende Tees zurück (Kamille, Melisse, Baldrian). Anderen natürliche Preperate können hefen (z.B. die Bachblütentherapie mit verschiednen Bestandteilen – lassen Sie sich in einer Apotheke beraten).
  • Machen Sie sich klar, dass es keine Schande ist, vor anderen zu weinen. Im Gegenteil, es zeigt ledigich, wie schwer sie von dem Verlust getroffem sind und jeder wird es verstehen.
  • Sorgen Sie dafür, das vertraute Personen bei der Beerdigung anwesend sind, die Sie unterstüten, an der Hand halten, beruhigen und Ihnen Kraft und Sicherheit geben. Weisen sie sie vorher darauf hin, dass sie unsicher bezüglich Ihere Verfassung bei der Bestttung sind.
  • Sollte sich in Ihnen etwas dagegen sträuben, den Verstorbenen loszulassen und endgültig zu verabschieden, dann mchen Sie sich klar, dass es hier lediglich um den Köper geht, während die Erinnerungen an den Menschen und gemeinsame Tage in Ihrem Herzen bleiben.

Die große Leere? - Das ist nach der Beerdigung zu tun.

  • 
Es empfiehlt sich eine Danksagung per Anzeige in der Zeitung oder auch persönliche Danksagungskarten. Hier geht es darum, einen kurzen Dank für die Anteilnahme, Unterstützung und Geld-Zuwendungen.
  • Eröffnen Sie das Testament zusammen mit einem Notar oder leiten Sie die Verteilung des Erbes ein. Hierzu beruht Sie ein auf Erbrecht spezialisierter Rechtsanwalt, sollten Fragen aufkommen.
  • Gibt es Ansprüche, die Sie im finanziellen Bereich geltend machen können (z.B. Firma, Behörden, Krankenkassen, Versicherung)? Informieren Sie sich über die notwendigen Unterlagen und reichen Sie diese ein.
  • Beantragen Sie Witwen-Rente oder ggf. Halbwaisenrente - alle notwendigen Informationen hierzu erhalten Sie von der Deutschen Rentenkasse.
  • Entfernen Sie spätestens 6 Wochen nach der Beisetzung die Kränze und Gestecke vom Grab und klären Sie die Verantwortlichkeit für die Grabpflege - wird das selbst erledigt oder möchten Sie das
  • Nach circa einem halben Jahr, ist die Absenkung des Grabes erfolgt und es kann die Beauftragung eines Steinmetz vorgenommen werden. Dieser kümmert sich um das endgültige Grabmal.
  • Sobald Sie es können -schaffen sie sich Platz zum Atmen, indem Sie die Besitztümer (Kleidung, Gebrauchsgegenstände etc. ) aussortieren, verschenken oder ggf. entsorgen. Dies sollte nicht überstürzt erfolgen, aber ist ein wichtiger Teil um Trauerbewältigungsprozess. Vielleicht können Sie mit dem einen oder anderen jemandem noch eine kleine Freude bereiten?

Worte finden - So kondolieren Sie richtig.

  • Grundsätzlich gilt bei Beileidsbekundungen: weniger ist mehr.
  • Dies bedeutat aber auf keinen Fall, dass Sie einen Todesfall ignorieren sollten, oder dem Trauernden aus dem Weg gehen, weil Sie Angst davor ahben, etwas Falsches zu sagen.
  • Wichtig ist es, Ihre Anteilnahme zum Ausdruck zu bringen, in welcher Form hängt dabei stark vom Verhaltnis zum Verstorbenen und seinen Angehörigen ab.
  • Wenn die Beziehung nicht so eng war, ist eine passende Trauerkarte mit einigen Worten und ggf. etwas Geld für Blumen sinnvoll.
  • Oftmals wird heutzutage auch in den Todesanzeigen bereits darauf hingewiesen, ob und wann Blumen und Kondolenzen erwünscht sind - daran sollten Sie sich dann am besten auch halten.
  • Schlichte Beileidsbekundungen („Mein aufrichtiges Beileid") kommen ehrlich und liebevoll rüber. Sie können den Worten durch eine Geste (z.B. Hand auf Schulter legen) Nachdruck verleihen, sollten sie sich nah genug stehen.
  • Wenn Sie sich sehr nahe standen, ist es ratsam, die Kondolenzwünsche persönlich zu überbringen. Kündigen Sie diesen Besuch jedoch vorher an, per Beileids-Karte oder Telefonat.
  • Verzichten Sie auf Aufmunterungen, wie z.B. „Kopf hoch“, „Das Leben geht weiter“, oder „Schau nach vorne“ - Sie helfen dem Trauernden in diesem Moment nicht und können falsch aufgenommen werden.
  • Urteilen Sie nicht über den Verstrobenen („Naja, der war ja immer schon ...“) - sollten Sie in nicht gemocht haben, dann schweigen Sie lieber.
  • Nutzen Sie einen religiösen Bezug („Er ist jetzt in Gottes Hand“) nur dann, wenn Sie wissen, dass der Trauernde auch gläubig ist.
  • Vielleicht können Sie auch Ihre Hilfe für kleine Dinge anbieten, denn oftmals ist Unterstützung in diesem Moment sehr viel wertvoller, als nur Beileidsbekundungen zu erhalten.
  • Wenn Sie nicht wissen, was Sie sagen sollen, seien Sie ehrlich und bekunden Sie nur „ Mir fehlen die Worte“.

 

Akute Trauer - hier gibt es Hilfe und Beratung!

Wenn sie dringend mit jemandem sprechen müssen, dann gibt es die Möglichkeit der Telefonseelsorge:
Sie erreichen erfahrene und ausgebildete Seelsorger telefonisch unter:
Tel. 0800 – 111 – 0 – 111
Tel. 0800 – 111 – 0 – 222
(Bundesweite Telefonseelsorge)
Die Gespräche sind anonym, vertraulich und gebührenfrei.
Bitte beachten Sie: die Rufnummern gelten nur für Anrufe innerhalb Deutschlands. Sollten sie mit einem Mobiltelefon in einem grenznahen Bereich anrufen, kann es passieren, dass sich Ihr Handy in ein ausländisches Netz einloggt und die Telefonseelsorge somit nicht zu erreichen ist.

Die Telefonseelsorge ist ein Beratungs- und Seelsorgeangebot der evangelischen und katholischen Kirche (weitere Informationen finden Sie unter www.telefonseelsorge.de).